S E X   S E X   S E X    S E X

 

by BURKHARD KUNZE

 

 

 

A.

Sex ist Natur.

Sex machen ist Kultur.

Kultur ist Geheimnis, Aufklärung, Wunder und alles nicht.

Warum dann so vieles unklar?

Sex ist in aller Munde, „fuck“ ...,

in allen Köpfen,

Sex ist geil!

Alles Klar?

Wohl nicht, wie neueste Umfragen zeigen:

„früh reif sein“;

 „mitspielen in der Welt der Großen“;

„Sex macht erwachsen“;

“Sex ixt überall“ (Tv, Video usw.);

„über grobe Fakten weiß jeder 13-Jähriger Bescheid“;

Die 16-Jährigen, jeder zweite hat schon mal;

Mit 19 haben es mal fast alle erlebt. Und, und, und,

sie bereuen trotzdem, zu früh, löst Ängste aus,

missverstandene Geheimnisse,

Unsicherheiten, zu frühe Mutterschaft.

Was macht da die Aufklärung?

Vielfältig,  overscripted“,

eigentlich doch nur „underscriped“.

Und doch wollen alle nur das Eine.

Ein zu Hause, Sicherheit, Häuschen, Auto, genug Geld,

gut aussehenden Mann – gut aussehende Frau,

Kinder. Träume, nichts Neues.

Die Mutter- und Vaterschaft mit 16 macht

dem Traum einen Strich durch die Rechnung.

Und wenn mit 34 Aids, im hohen Alter – na und?

Auch so wird heute gedacht. Hauptsache gelebt.

                      Und was sagt dazu die Bildung? 

 

 

 

 

 

 

B.                             Die Bildungsreform muss dazu nicht nur was sagen, sie muss Umdenken. Nur Elternhäuser, die mit ihrem persönlichen  Anspruch  Bildung für erstrebenswert halten, denken in Bildung.

                Und sind es Politiker, die von Bildung reden, dann möchten sie

                den alten Bildungsbegriff wieder aufleben lassen oder ihrem

                Gerede Niveau verleihen oder den deutschen Bildungsanspruch

                aufrecht erhalten wollen.

     In der täglichen Schulpraxis sind Lehrer und Eltern froh, wenn ihre   Kinder lernen und das Gelernte behalten, so lange, wie nötig. Wer  einen Hochschulabschluss anstrebt, vielleicht ermuntert, bestärkt,  getrieben von den Eltern oder anderen, will letztlich, dass es ihm  persönlich gut geht. Aber auch der Rest will leben!

                Also muss etwas getan werden. Und das muss in den jungen 

                Köpfen passieren. Eine neue Motivation muss her, ein neues

                Bewusstsein, ein neues Leitbild, eine Zielvorstellung, die

                erreichbar ist. Das Leitwort  dafür, ein

Slogan der Bildungsreform sollte lauten:

 

Nicht für die Schule und das Leben, nein, Ihr lernt für Euren besseren  Sex!    by Burkhard Kunze)

 

     Das mag im ersten Moment frivol, undenkbar, unmöglich erscheinen, als Zumutung, - welche Anfechtung! – das geht doch nicht, das kann man den Eltern nicht zumuten! Das können wir Politiker unseren Wählern nicht zumuten, das werden wir nie erlauben! Was braucht es noch, um den doppelten Boden deutscher Aufklärung neu zu versiegeln? Besser der Realität ins offene Gesicht sehen.

     Gibt es eine bessere Motivation für die jungen Pubertierenden? Sex ist Natur und in diesem Alter dominant, nicht nur hormonell. Die Motivation für besseren Sex durch ein besseres Lernen ist eine Brücke, die Früh- und Spätpubertierenden trotzdem zum Lernen anhalten kann, denn, wer „bumst“ schon gern mit `nem doofen Typen, mit `ner blöden „Tussy“? Und wenn die später keine „Kohle“ haben? Nicht gut aussehen, nichts bringen, nichts los, einfach nur langweilig?  Dann geht die Unkultur ihren Gang.

     Die Herkunft als schamvolles Erleben, die Gegenwart als Verunsicherung, die Zukunft voller irrealer Hoffnungen und Träume? „An Kohle kommst Du immer ran!“. 

     Da müssen  Lehrer, andere Pädagogen und Bildungsvertreter  schon etwas umlernen, damit der Sex in Zukunft stimmt!

 

 

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