Aber nun Frau Schmidt /
VON BURKHARD KUNZE
Und auch diese wirkt nicht,
die Abschreckung auf dem Päckchen mit Trauerrand. Darum eine neue Möglichkeit:
Die Traueranzeige entfällt, das Päckchen ist wieder ganz Zigarettenpäckchen.
Der Verbraucher öffnet die neue, nächste Packung und entdeckt unter den
Zigaretten ein Raucherbein (Modell). Aber auch das wird nicht abschrecken. Also
hat diese Aktion nur eine Alibifunktion. Gerade junge Frauen greifen gierig zur
Zigarette.
Aber, vielleicht gibt es
doch noch eine höchst gesundheitspolitische Lösung. Jeder Raucher, der
einen Arzt aufsucht, bezahlt statt der 10 € mit zwei Päckchen Zigaretten. Der
Arzt wirft sie einfach weg. Gnade ihm, er verraucht die Zigaretten mit seinen
Helferinnen. Die Nichtraucher kaufen ebenfalls jeweils nach Bedarf zwei
Packungen Zigaretten und bezahlen damit im Gegenwert den Praxisbesuch. So ist
ein kurioses und dem Widerspruch entsprechendes Vernich-tungssystem
in Gang gesetzt. Der Geldkreislauf bleibt erhalten, die Steuer auch.
Das eigentliche Problem
ist doch der Zusatz von Suchtstoffmitteln. Der Zusatz wäre gesetzlich zu
verbieten. Also vernichtet die Zigarettenpäckchen, wo ihr nur könnt, vor
allem in der Arztpraxis! Frau Schmidt wird dafür nicht sorgen können.